Tag der Arbeit

„GeMAInsam Zukunft gestalten“ – IG Metall kämpferisch am Tag der Arbeit in Arnstadt

  • 01.05.2022
  • Aktuelles

Arnstadt – Zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie konnten Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in diesem Jahr am 1. Mai wieder öffentlich, laut und vernehmbar für Arbeitnehmerrechte eintreten. Unter dem Motto „GeMAInsam Zukunft gestalten“ begingen hunderttausende den Tag der Arbeit nach der Corona bedingten Zwangspause wieder mit Demonstrationen, Kundgebungen und öffentlichen Veranstaltungen auf Straßen, Plätzen und in Hallen in ganz Deutschland. Die IG Metall Erfurt lud zur Kundgebung auf dem Markplatz in Arnstadt ein. Getragen wurde die Kundgebung von einem Mai-Bündnis der örtlichen Gewerkschaften und den Parteien B90/Die Grünen, Die Linke und SPD.

Kirsten Joachim Breuer spricht. Foto: B.-E. Hoff

Foto: Pierre Audehm

Minister Benjamin-Emanuel Hoff spricht. Foto: IG Metall Erfurt

Foto: Pierre Audehm

Foto: Pierre Audehm

Alexandra Eckert, SPD Arnstadt spricht Foto: IG Metall Erfurt

Domenic Berger, ver.di Thüringen spricht Foto: IG Metall Erfurt

Josefine Galle, B90/DieGrünen spricht Foto: IG Metall Erfurt

Melanie Tippel, DieLinke. Arnstadt spricht Foto: IG Metall Erfurt

Neben Kirsten Joachim Breuer, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Erfurt sprachen zur Kundgebung Minister Prof. Dr. Benjamin-Emanuel Hoff, Chef der Thüringer Staatskanzlei, Beschäftigten der Ilm-Kreis-Kliniken Vertreterinnen und Vertreter des Mai-Bündnisses.

„Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität – die gewerkschaftlichen Werte sind heute aktueller denn je. Sie stellen sich allerdings nicht von allein ein. Sie müssen immer wieder gemeinsam erkämpft werden – teils gegen harte Widerstände“, sagt Breuer. „Von diesem 1. Mai 2022 geht eine klare Botschaft in die Welt: Stoppt den Angriff auf die Ukraine und das Blutvergießen! Wir sind geeint in der Überzeugung: Nie wieder Krieg!“

Seit 2013 findet die Mai-Kundgebung der IG Metall und ihrer Schwestergewerkschaften im DGB in diesem Jahr erstmalig wieder statt.

Mit Blick auf das Erfurter Kreuz sagte Breuer: „Auch am Erfurter Kreuz gibt es Krisengewinner, die dank staatlicher Kurzarbeit in der Pandemie noch Gewinne eingefahren haben. Wenn in den letzten beiden Jahren die Beschäftigungssicherung noch im Vordergrund stand, braucht es jetzt einen Kurswechsel. Die Inflation und insbesondere die Energiekosten erzwingen nun starke Tarifabschlüssen. Dieser Herausforderung wird die IG Metall sind in diesem Jahr mit der Tarifbewegung im Herbst stellen. An die Beschäftigten in den nicht tarifgebundenen Betrieben appelliert Breuer, dass sie es selbst in der Hand hätten. Nur gemeinsam in der Gewerkschaft kann man dafür sorgen, dass neben Hochtechnologie am Erfurter Kreuz nicht länger Altersarmut als industrielles Abfallprodukt entsteht. Das Motto des diesjährigen Tags der Arbeit „GeMAInsam Zukunft gestalten“ heißt zusammen für mehr und bessere Tarifverträge zu kämpfen.“