Infomobil machte zum Schichtwechsel halt bei MDC in Kölleda

IG Metall fordert Rentenwende

  • 17.08.2017
  • Aktuelles, Politik

Kölleda. Die IG Metall hat mit ihrem Infomobil am Donnerstag, den 17. August die Beschäftigten bei MDC informiert. Ein Leben lang hart arbeiten und am Ende eine Rente die zum Leben nicht reicht. Da kommen für viele Beschäftigte Fragen auf: „Bekommt jeder, was er verdient?“, „Im Alter versorgt oder besorgt? und „Wem gehört meine Zeit?"

Um Antworten auf diese Fragen zu geben, baute die IG Metall Erfurt vor dem Werksgelände von MDC Power ihr Infomobil auf. „Die Ergebnisse unserer Umfragen sind eindeutig, dass Rentensystem, so wie es z. Z. gesetzliche festgeschrieben ist, wird von den Menschen als ein Affront gegen ihre Arbeitsleistung gesehen. Das Vertrauen in die Politik hat damit großen Schaden genommen. Auf der einen Seite vermehrt sich der Reichtum von Wenigen immer schneller und auf der anderen Seite wird die Rente bei Vielen nicht zum Leben reichen. Das CDU/CSU und FDP nun mit einem weiter so in den Wahlkampf ziehen stößt bei den Menschen genau so wenig auf Gegenliebe wie das unzureichende Stopp der SPD, auf dem schon abgesenkten Rentenniveau als auch das Festhalten an der Rente mit 67 oder gar 67 plus X“, so Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter/Geschäftsführer der IG Metall Erfurt. 

Die Menschen erwarten eine Politik der sozialen Gerechtigkeit. Es werden Antworten auf die Forderungen nach einer starken gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung erwartet. Der Sozialstaat hat sich mehr zu einem Staat für Reiche als zu Wohlstand für alle entwickelt, was als vollkommen unakzeptabel empfunden wird.

Es wurden politische Fehler in der Vergangenheit gemacht. Es wird Zeit, den Mut zu haben, diese zu korrigieren. Wenn man für die Mehrheit der Menschen Politik machen will, ist das mehr als erforderlich“, schätzt Spitzbarth ein.

„Die wahren Experten der Republik sind die Beschäftigten in den Betrieben“, sagte Gewerkschaftssekretär und Betriebsbetreuer von MDC Kölleda, Alexander Reuschenbach. Die IG Metall hört deshalb genau hin, was die einzelnen Menschen bewegt. „Ob Sicherheit, Perspektiven, Vereinbarkeit von Arbeit und Leben oder Gute Arbeit: Als IG Metall setzen wir uns für mehr Gerechtigkeit und ein gutes Leben für alle ein“, sagte Reuschenbach.